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Allgemeines zur Zugänglichkeit
Wie wir mit einer Behinderung oder im Alter wohnen, wollen wir selbst
bestimmen. Die meisten behinderten und älteren Menschen wollen ihre
Lebensgewohnheiten aufrechterhalten und in ihrer vertrauten Umgebung
bleiben, häufig im eigenen Heim.
Dies
erfordert, daß wir das Lebensumfeld für unsere behinderten und älteren
Mitbürger so einrichten, daß sie sich möglichst lange ohne fremde Hilfe
zurechtfinden.
Für viele Menschen kann das vertraute Umfeld im Laufe ihres Lebens zu einer
mit Hindernissen versehenen Umgebung werden. Die Anlässe dafür sind
vielfältig:
Eine Verletzung, ein Unfall oder auch die Folgen des natürlichen
Alterungsprozesses können - mitunter sehr plötzlich - zu einer
markanten Veränderung der Lebenssituation führen. In den weniger
dramatischen Fällen ist diese nur von vorübergehender Dauer, in anderen
wiederum entstehen längerfristige oder gar bleibende körperliche oder geistige Beeinträchtigungen.
Dann
kann schon das Leben in der eigenen Wohnung zur Qual werden, z. B. bei
zu kleinen Abmessungen des Badezimmers, durch fehlende
Abstützmöglichkeiten im Toilettenbereich oder einfach, weil man
bestimmte Gegenstände nicht mehr gut erreichen oder gar greifen kann.
Weiterreichende
Probleme gibt es oft in den Fällen, in denen die Betroffenen durch
andere Menschen betreut werden müssen. Etwa das tägliche Waschen oder
Duschen durch eine Pflegekraft: hier ist es notwendig, daß der Vorgang
einerseits für den Patienten menschenwürdig abläuft und andererseits
für die Pflegekraft keine übermäßige Anstrengung darstellt.
Ganz
gleich, welcher Anlaß zur Veränderung der Lebensumstände eines Menschen
geführt hat, fast nie ist die unmittelbare Umgebung baulich oder
einrichtungsmäßig ausreichend darauf vorbereitet. Dies betrifft in
erster Linie die eigene Wohnung, aber auch die speziell für die Pflege
von Menschen geschaffenen Einrichtungen wie Altenheime oder
Krankenhäuser.
Diverse
Produkte für barrierefreie Einrichtungen stehen als bekannte Beispiele
und erleichtern das Leben der Menschen mit eingeschränkten
Bewegungsmöglichkeiten.
Durch intelligente Produkte Unabhängigkeit fördern und Ausgrenzungen vermeiden.
Junge, Alte, Behinderte und Nichtbehinderte, Singles oder Familien mit
Kindern -beim "Barrierefreien Wohnen" werden alle Gruppierungen
berücksichtigt.
Barrierefreiheit heisst uneingeschränkte Zugänglichkeit und bedeutet:
Vereinfachung der Lebensführung...
- in der Wohnung
- am Arbeitsplatz
- in der Freizeit...
bei körperlichen oder geistigen Einschränkungen durch Krankheit, Unfall oder Folgen des Alters
Beispiele für Barrieren im Alltag
Bei Bewegungsbehinderungen:
- Treppenstufen
- fehlende Handläufe
- fehlende Stützgriffe
- zu kleine Räume (z. B. Bad)
Bei eingeschränkter Feinmotorik:
- Bedienungselemente (Griff- und Schalterergonomie)
Dimensionen des Begriffs "Barrierefreies Wohnen"
-
umfaßt zahlreiche funktionale und soziale Dimensionen
-
ist viel umfassender als "behinderten- bzw. seniorengerecht"
-
bedeutet, daß alle Einrichtungen für alle Menschen in jedem Alter und
mit jeder Einschränkung oder Behinderung ohne technische und soziale
Abgrenzung nutzbar sind
-
berücksichtigt
den natürlichen Lebenszyklus jedes Menschen, indem Wohnungen und
Wohnumfeld so gestaltet werden, daß man darin alt werden kann
-
ist nicht nur eine Idee, sondern wird europäisch/international
legislativ unterstützt und gefördert, so daß sich der Begriff als
Bestandteil von Planungsnormen/ -empfehlungen durchgesetzt hat.
Barrierefreie Lebensraumgestaltung bezeichnet eine (Sanitär-)
Raumgestaltung, welche die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen
nicht mehr gesondert betrachtet, sondern als integrativen, ökonomisch
machbaren Bestandteil allen Entwicklungen zugrunde legt.
Was heißt das für die Industrie?
Produkte in barrierefreiem Design entwickeln (Design for all)
-
für jedermann nutzbar
-
keine Stigmatisierung (Ausgrenzung)
-
hohe Funktionalität bei maximaler Ästhetik
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Sicherheit
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Die Selbstständigkeit der Nutzer bleibt weitgehend erhalten
-
Angenehme und funktionale Optik
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7 Formen von Barrieren,
Bewegungs- u. Rotationsflächen
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