Dienststelle für Personen mit Behinderung

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PROFINTEG - Euregio Maas-Rhein - INTERREG-III - CERA 

Auswertung der Alltagsaktivitäten

Messinstrumente, die zur Auswertung dienen

Allgemeiner Fragebogen

  • Erfasst insgesamt 87 Aktivitäten im Alltag, die dem Patienten Schwierigkeiten bereiten könnten
  • Wertet das Ausmaß der Probleme bei jeder einzelnen Aktivität
  • Bestimmt die Belastung für das Umfeld
  • Bestimmt, wie wichtig dem Patienten die Aktivitäten sind
  • Zeigt an, inwiefern sich der Patient seiner Schwierigkeiten bewusst ist.

Beschreibende Skala

  • Gibt an, welche Arbeitsschritte bei einer Aktivität Probleme verursachen
  • Bestimmt, inwiefern Hilfestellungen bei der Durchführung nötig sind
  • Dient dazu, Hypothesen zum kognitiven Ursprung des beobachteten Problems aufzustellen um die Rehabilitation gezielt darauf auszurichten.
  • Präzisiert eventuell vorhandene Faktoren, die das kognitive Ausgangsproblem verschlimmern 

Liste der 97 Auswertungsaktivitäten

Tätigkeiten im Bereich Ernährung
1. Eine Mahlzeit zubereiten (übliche Gerichte)
2. Eine Mahlzeit zubereiten (neues Gericht)
3. Eine Gericht aufwärmen / enttauen
4. Backen
5a. Kaffeemaschine benutzen
5b. Senseo-Maschine benutzen
5c. Filter und Kanne
5d. Kaffeepresse
5e. Filterkaffee
5f. Löslicher Kaffee
6a. Tee im Beutel
6b. Loser Tee
7. Den Tisch decken
8. Den Tisch abräumen
9. Geschirr spülen
10. Geschirrspülmaschine

Tätigkeiten im Bereich Medikation
1. Vorbereiten der Medikamente
2. Medikamente einnehmen mit Hilfe der Pillendose
3. Medikamente einnehmen ohne Pillendose

Tätigkeiten im Haushalt, im weitesten Sinne
1. Staubwischen
2. Staubsaugen
3. Kehren
4. Boden putzen
5. Sanitärbereich putzen
6. Fenster putzen
7. Müll entsorgen
8. Müll heraus setzen
9. Wäsche waschen
10. Bügeln

Einkäufe
1. Einkaufsliste schreiben
2. Einkäufe tätigen

Sich um Haustiere, Zimmerpflanzen und Garten kümmern
1. Tiere versorgen
2. Pflanzen gießen
3. Rasen mähen
4. Gemüsegarten
5. Blumenbeete/ Hecken

Handarbeiten
1. Stricken
2. Nähen: Flicken und Säumen
3. Nähen: Kleidung nähen

Telefon
1. Eine Nummer wählen
2. Eine anruf entgegennehmen
3. Telefonisch kommunizieren
4. Telefonische Nachricht hinterlassen
5. Telefonische Nachricht abhören
6. Handynummer wählen
7. Einen anruf auf Handy entgegennehmen
8. Mit Handy telefonieren
9. Über Handy eine Nachricht hinterlassen
10. Auf dem handy hinterlassene Nachrichten abhören
11. Eine SMS schicken
12. Eine SMS lesen

Fortbewegung
1. Öffentliche Verkehrsmittel (übliche Strecke)
2. Öffentliche Verkehrsmittel (neue Strecke)
3. Fahrrad fahren (übliche Strecke)
4. Fahrrad fahren (neue Strecke)
5. Zu Fuß gehen (übliche Strecke)
6. Zu Fuß gehen (neue Strecke)

Verwaltungsarbeiten
1. Termin ausmachen
2. Zu vereinbartem Termin hingehen
3. Empfangene Post verwalten
4. Ein Schreiben verschicken
5. Ein administrative Dokument ausfüllen
6. Ein Verwaltungsbüro aufsuchen
7. Überweisungsformular ausfüllen
8. Geld am geldautomaten abheben
9. Electronische überweisung
10. Übers Internet bezahlen
11. Übers Telefon bezahlen
12. Zwischen eigenen Konten überweisen
13. Umgang mit Bargeld
14. Umgang mit EC-Karte
15. Energiehaushalt

Freizeitaktivitäten
1. Kreuzworträtsel
2. Puzzles
3. Solitaire
4. Sudoku
5. Scrabble
6. Zeichen/Malen
7. Fotografieren (automatische Einstellung)
8. Fotografieren (manuelle Einstellungen)
9. Digitalkamera
10. Das Radio benutzen
11. CD-Player betätigen
12. Schallplattenspieler betätigen
13. Kassettenrecorder betätigen
14. Fernsehen
15. Fernsehsendung auf Videorecorder aufnehmen
16. Videokassette anschauen
17. DVD anschauen
18. Computer : allgemeine Funktionen
19. Computer : Textverarbeitungsprogramm Word
20. Computer : Tabellen und Grafiken mit Excel
21. Computer: digitale Fotos einsehen
22. Computerspiele : Solitaire
23. E-Mails senden und empfangen
24. Im Internet surfen
25. Lesen

Schlussfolgerung
  • Eine Vielfalt von Alltagsaktivitäten werden ausgewertet werden können
  • Durch das Verfahren können die spezifischen kognitiven Störungen  mit den Alltagsproblemen des Patienten in Verbindung gebracht werden.
  • Die kognitive Rehabilitation kann präzise auf die Schwierigkeiten, denen jeder einzelne Patient in seinem Alltag begegnet, ausgerichtet werden.
  • Das Arbeitsmaterial ist ausbaubar, d.h. die Auswertungsraster können für Tätigkeiten, die hier noch nicht aufgeführt sind, angepasst werden


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