Dienststelle für Personen mit Behinderung

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Tipps beim Neubau


Wichtige Tipps zur Zugänglichkeit bei Neubauten

Woran sollte man denken?

Grundsätzlich sind Liftsysteme in einem Neubau zu vermeiden. Aus diesem Grund ist es wichtig ein, Haus mit nur einer Parterreetage zu bauen.

Wenn 2 Generationen im gleichen Haus wohnen, ist es ratsam, dass die jüngeren Leute die Obergeschosswohnung beziehen.

Wenn ein Haus nicht ausschließlich Parterre erstellt werden kann, so empfiehlt die Dienststelle für Personen mit Behinderung, genügend Raum zu reservieren, damit zu einem späteren Zeitpunkt mit geringem Aufwand ein Schlafzimmer und ein Badezimmer in der Parterrewohnung eingerichtet werden kann.
Hierzu sollte sich der Grundriss der Parterrewohnung nicht allzu sehr vom Grundriss des Obergeschosses unterscheiden.

Planung ist alles: Beim Neubau gleich an Behindertentauglichkeit denken.

Treppenhäuser und Treppen sollten möglichst gerade verlaufen und eine Minimalbreite von 100cm haben, damit nachträglich ein Treppenlift montiert werden  kann.

Ein Esszimmer kann zu einem Schlafzimmer und ein Abstellraum zu einem Badezimmer umgerüstet werden. Voraussetzung für einen möglichst kleinen Aufwand ist, dass die Leitungen für Strom, Wasser und Abflüsse oder Leerrohre an dieser Stelle beim Neubau schon vorgesehen werden oder sind. Anschlüsse für die Waschmaschine und Trockner nicht vergessen!

Der Autoparkplatz sollte überdacht sein oder sich in einer Garage befinden.
Der Autoabstellplatz vor dem Haus sollte möglichst nah beim Eingang sein.

Der Eingangsbereich ist schwellen- und stufenlos. Vor der Türe besteht eine freie Rotationsfläche von 150cm Durchmesser, damit sich Rollstuhlfahrer frei bewegen können.

Die Eingangstüre hat eine Minimalbreite von 90cm.

Alle Türen, die über einen ebenen Zugang durchfahren werden können, verfügen über eine Minimalbreite von 90cm. Falls die Türe nicht gerade durchfahren werden kann und der Gang schmaler ist als 110cm, sollte die Türen Minimum 1m Lichtbreite haben.

Bauherr, Architekt und Handwerker ziehen an einem Strang. Entspannung pur: Eine Sonnenterasse im Garten. Perfekt: Der Traum vom eigenen Haus ist behindertengerecht in die Tat umgesetzt.


Falls eine Türe mit einem Pflegebett durchfahren werden soll oder muss, so sollte die Türe eine Minimalbreite von 110cm haben.

Vor jeder Außen- und Innentüre sollte vor und nach der Türe, außerhalb des Schwenkbereiches der Türe, eine freie Rotationsfläche von 150cm Durchmesser vorhanden sein.

In jedem Raum und in den Gängen sollte - möglichst zentral - eine freie Rotationsfläche von 150cm Durchmesser vorhanden sein.

Vermeiden Sie den Einbau einer Duschtasse, sondern sehen sie eine bodenebene Dusche vor (110cm x 110cm).

Hängetoilette mit Spülkasten vorsehen.

Die Wände in Toilette und Bad sollten an den Stellen wo die Toilette und eventuelle Hand- und Klappgriffe montiert werden, stabil und solide sein. Keine Isolierbausteine verwenden!

Die Unterschränke in der Küche sollten aus Schubladen bestehen. Keine einfachen Schränke. Hochschränke sollten ebenfalls über ein Schubladensystem verfügen. Somit kann die ganze Tiefe des Schrankes einfach genutzt werden.

So lässt´s sich leben: Eine entspannte Atmosphäre im sonnigen Garten.

Die Einbauküche sollte unter dem Herd und unter dem Spülbecken sowie unter einer Arbeitsfläche unterfahrbar sein. Diese 3 Elemente sind nebeneinander oder über Eck vorzusehen.

Schubläden im Schlafzimmerschrank vorsehen.

Eine freie Fläche von mindestens 90cm sollte entlang der Möbel vorgesehen werden.

Weiter zu: Wohnungsanpassungen

 

 

 
 
 

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