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Dienststelle für Personen mit Behinderung
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SensBeratungsdienst SENS (Dienst zur Beratung und Information bei Fragen zu Freundschaft, Liebe, Partnerschaft und Sexualität) ![]() Für jeden Menschen ist es wichtig, dass er sein Leben seinen Fähigkeiten entsprechend selbst gestalten kann, dass er in allen Bereichen, die ihn betreffen, mitreden und mitentscheiden kann. Sexualität ist ein Merkmal der Selbstbestimmung und der Selbstständigkeit. Sie ist ein existenzielles Grundbedürfnis des Menschen und ein zentraler Bestandteil seiner Identität und Persönlichkeitsentwicklung.
Die Menschenrechte sprechen Personen mit Behinderung das Recht auf Selbstbestimmung und ausgelebter Sexualität zu. Doch ihre unmittelbare Umgebung ist mit diesem Recht häufig überfordert. In manchen Fällen gesteht man den Personen mit einer Behinderung Sexualität zu, in anderen Fällen ist Sexualität ein Tabu und steht unter Verbot.
Bei geistig behinderten Menschen gibt es eine zusätzliche Hürde, da sich das Erlernen von Fertigkeiten anders als üblich gestaltet.
Kinder lernen durch Beobachten, Fragen und Ausprobieren. Ein geistig behindertes Kind wird weniger fragen. Es nimmt oft die Dinge hin, so wie es sie sieht. Es hinterfragt kaum oder gar nicht und hat kaum oder gar nicht die Gelegenheit, sich mit seines Gleichen darüber auszutauschen. Daher gilt es nicht auf Fragen zu warten, sondern die Informationen in adäquaten Momenten zu vermitteln, sowie eine angemessene Beratung sicherzustellen. Eine Beratung beschränkt sich nicht nur auf die sexuelle Aufklärung, sondern hat zum Ziel, die Menschen mit Behinderung beim Erlernen von sozialen Kompetenzen und bei der Förderung ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen.
Der Beratungs- und Informationsdienst wendet sich sowohl an behinderte Menschen als auch an Eltern, Betreuer und Erzieher. Er verfolgt durch Informationsabende, Seminare, Einzel-, Gruppen- oder Paargespräche nicht nur sexuelle Aufklärung, sondern auch die Ausarbeitung und Verbesserung von sozialen Komponenten und Fertigkeiten.
Die Gefühlswelt nimmt dabei einen großen Platz ein; sie ist ausschlaggebend für jede Freundschaft, Partnerschaft oder sexuelle Beziehung. Themen wie „Wie respektiere ich mich und den Anderen?“, „Wie finde und behalte ich Freunde?“ „Wie pflege ich mich?“ werden erörtert. Wichtig dabei ist, dass die Person mit Behinderung selbst zu Wort kommt.
Kontakt: Marinette NYSSEN Begleitdienst Wohnen-Familie-Freizeit
Zum Walkerstal 20 1/1 B-4750 BÜTGENBACH Telefon: 080 / 348097 oder 0497 / 899333 Telefax: 080 / 348095 E-Mail: marinette.nyssen@dpb.be
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